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Egon Eiermann

Egon Eiermann war einer der prägenden deutschen Architekten und Möbeldesigner der Nachkriegsmoderne. Sein Deckenstrahler ES 57 von 1958 für den Deutschen Pavillon in Brüssel wird von Tecnolumen bis heute produziert.

Faktenblock zu Egon Eiermann

  • Geboren: 29. September 1904 in Neuendorf bei Potsdam, Deutschland
  • Gestorben: 19. Juli 1970 in Baden-Baden
  • Nationalität: deutsch
  • Ausbildung: Technische Hochschule Berlin, Architektur bei Hans Poelzig, 1923–1927
  • Wirkungsstätte / Büro: eigenes Architekturbüro in Berlin ab 1931, Professur an der Technischen Hochschule Karlsruhe von 1947 bis 1970
  • Wichtige Kollaborationen: Wilde + Spieth (Möbel), Tecnolumen (Leuchten-Reedition), Sep Ruf (Deutscher Pavillon Brüssel 1958)
  • Bekannteste Werke: Deckenstrahler ES 57 (1958), Holzklappstuhl SE 18 (1953), Stahlrohrstuhl SE 68 (1950), Eiermann-Tischgestell (1953), Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin (1959–1963), Langer Eugen Bonn (1965–1969)
  • Auszeichnungen: Berliner Kunstpreis (1962), Ehrendoktorwürde TU Berlin (1965), Großer BDA-Preis und Großes Bundesverdienstkreuz (1968), Hugo-Häring-Preis (1969), Mitgliedschaft im Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste (1970)
  • Bei Smartambiente: 5 Ausführungen des Deckenstrahler ES 57 LED von Tecnolumen verfügbar
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Werdegang und Ausbildung von Egon Eiermann

Egon Fritz Wilhelm Eiermann kam am 29. September 1904 in Neuendorf bei Potsdam zur Welt. Sein Vater war Konstrukteur bei der Lokomotivenfabrik Orenstein & Koppel, die Familie stammte aus dem Berliner Umfeld.

Nach dem Abitur am Althoff-Gymnasium in Berlin-Steglitz studierte Eiermann von 1923 bis 1927 Architektur an der Technischen Hochschule Berlin bei Hans Poelzig. Nach dem Diplom arbeitete er zunächst im Baubüro der Karstadt AG in Hamburg und wechselte anschließend zu den Berliner Elektrizitätswerken. 1931 gründete er zusammen mit Fritz Jaenecke ein eigenes Büro in Berlin. Ab 1947 folgte er dem Ruf auf einen Lehrstuhl an der Architekturfakultät der Technischen Hochschule Karlsruhe, den er bis kurz vor seinem Tod 1970 innehatte.

Designphilosophie zwischen Bauhaus-Erbe und Nachkriegsmoderne

Eiermanns Handschrift zeichnet sich durch Einfachheit, strenge Geometrie und die unmittelbare Erkennbarkeit der Funktion aus. In der Lehre wie in seinen Bauten galt er als Antipode des ebenfalls prägenden Berliner Architekten Hans Scharoun. Während Scharoun eine organische Architektur vertrat, setzte Eiermann geometrische Präzision in der Tradition Ludwig Mies van der Rohes entgegen.

Als führende Figur der sogenannten Zweiten Moderne knüpfte Eiermann nach 1945 an die Vorkriegs-Traditionen von Bauhaus und Deutschem Werkbund an. Sein Ziel war es, das deutsche Design nach den Jahren der nationalsozialistischen Isolation wieder an internationale Standards heranzuführen. In seinen Möbel- und Leuchtenentwürfen dominieren daher reduzierte Formen, verchromte Stahlrohre und klar lesbare Proportionen. Diese Haltung bringt Tecnolumen bis heute in seiner Interpretation der Bauhaus-Leuchten zum Ausdruck, deren Formensprache Eiermanns Entwürfen verwandt ist.

Prägende Bauten der jungen Bundesrepublik

Zu den bekanntesten Bauten Eiermanns zählt die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin, für die er 1956 den Wettbewerb gewann und die zwischen 1959 und 1963 realisiert wurde. Der achteckige Hauptbau und der sechseckige Turm nehmen die erhaltene Turmruine der alten Kirche in die Mitte und wurden Vorbild für zahlreiche Kirchenneubauten der Bundesrepublik.

1958 gestaltete Eiermann gemeinsam mit Sep Ruf den Deutschen Pavillon für die Weltausstellung in Brüssel. Die Anlage aus acht durch Stege verbundenen Einzelbauten galt international als Symbol eines neuen, weltoffenen Deutschland. Für diesen Pavillon entstand auch der Deckenstrahler ES 57 als integrierter Teil der Beleuchtung. Weitere prägende Bauten sind der „Lange Eugen" für den Deutschen Bundestag in Bonn (1965–1969) und die Deutsche Botschaft in Washington, D.C. (1959–1964). Mehr als 30 Bauten Eiermanns stehen heute in Deutschland unter Denkmalschutz.

Möbelentwürfe und Kollaborationen mit Herstellern

Eiermann gilt als einer der ersten deutschen Gestalter, der nach dem Zweiten Weltkrieg Serienmöbel entwickelte, die internationalen Ansprüchen an Form und Funktion standhielten. Für den schwäbischen Möbelhersteller Wilde + Spieth entstand 1953 der Holzklappstuhl SE 18, den das Museum of Modern Art in New York in seine Sammlung aufnahm. Ebenfalls für Wilde + Spieth entwarf Eiermann 1950 den Stahlrohrstuhl SE 68 sowie 1960 den Kirchenstuhl SE 121, der bis heute in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche steht.

1953 entstand das Tischgestell Eiermann 1 mit schrägen, in einer Ebene liegenden Kreuzstreben. Ein modifiziertes Modell von 1965, bekannt als Eiermann 2, wird bis heute in Serie gefertigt und findet sich in zahlreichen Architektur- und Redaktionsbüros.

Für den Leuchtenbereich ist die Verbindung zum Bremer Hersteller Tecnolumen zentral. Der Deckenstrahler ES 57, den Eiermann 1958 für den Deutschen Pavillon in Brüssel entwarf, wird dort als Original-Reedition mit fortlaufender Nummerierung und Markensignet gefertigt. Zum 110. Geburtstag Eiermanns im Jahr 2014 brachte Tecnolumen die Leuchte als dimmbare LED-Variante in vier Farbtönen auf den Markt, die sich an den klassischen Farben der USM-Möbel orientieren.

Auszeichnungen und Nachwirkung

Für sein Werk erhielt Eiermann zahlreiche hohe Auszeichnungen. 1962 wurde ihm der Berliner Kunstpreis verliehen, 1965 folgte die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Berlin. 1968 erhielt er den Großen Preis des Bundes Deutscher Architekten sowie das Große Bundesverdienstkreuz. 1969 wurde ihm der Hugo-Häring-Preis zuerkannt. 1970, im Jahr seines Todes, nahm ihn der Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste als Mitglied auf.

Sein architektonisches und gestalterisches Werkarchiv wird heute im Südwestdeutschen Archiv für Architektur und Ingenieurbau am Karlsruher Institut für Technologie verwahrt.

Werke von Egon Eiermann im Smartambiente-Sortiment

Bei Smartambiente in Wendelstein bei Nürnberg führen wir aktuell 5 Ausführungen des Deckenstrahler ES 57 LED von Tecnolumen. Als offizieller Premium Partner von Tecnolumen bieten wir Ihnen die Leuchte in den Farbvarianten Schwarz, Rot, Weiß und Grau sowie in der klassischen Standard-Ausführung. Jede Leuchte wird mit fortlaufender Nummerierung und dem Tecnolumen-Signet ausgeliefert, das ihre Authentizität als Original-Reedition dokumentiert. Der Verkaufspreis liegt bei 1.012,77 € pro Ausführung.

Wenn Sie sich für die ES 57 entscheiden, erwerben Sie ein Stück deutscher Designgeschichte: Die Leuchte gilt als früher Vertreter des Deckenfluter-Prinzips und verbindet die reduzierte Formensprache Eiermanns mit dimmbarer LED-Technik. Weitere Modelle finden Sie in unserer Kategorie Design-Stehleuchten.

Beratung zu Möbeln und Leuchten von Egon Eiermann

Fragen zur Original-Reedition, zur Ersatzteilverfügbarkeit oder zu den Farbvarianten der ES 57 beantworten Ihnen Mehmet Sögütlü und das Smartambiente-Team persönlich. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 911 944 33103 oder per E-Mail unter info@smartambiente.de. Als offizieller Premium Partner von Tecnolumen garantieren wir Ihnen Originalware mit versandkostenfreier Lieferung innerhalb Deutschlands.

Häufige Fragen zu Egon Eiermann

Egon Eiermann (1904–1970) war ein deutscher Architekt und Möbeldesigner, der als einer der wichtigsten Gestalter der bundesdeutschen Nachkriegsmoderne gilt. Er entwarf zentrale Bauten wie die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin und den Deutschen Pavillon der Weltausstellung 1958 in Brüssel. Von 1947 bis zu seinem Tod war er Professor für Architektur in Karlsruhe.

Seine Handschrift ist geprägt von strenger Geometrie, reduzierten Formen und der klaren Lesbarkeit der Funktion. Eiermann knüpfte an die Traditionen von Bauhaus und Deutschem Werkbund an und stellte in Möbel- wie Leuchtenentwürfen die konstruktive Ehrlichkeit über dekorative Elemente.

Zu seinen bekanntesten Möbelentwürfen zählen der Holzklappstuhl SE 18 (1953) aus der Sammlung des Museum of Modern Art in New York, der Stahlrohrstuhl SE 68 (1950) und das Tischgestell Eiermann (1953). Im Leuchtenbereich ist der Deckenstrahler ES 57 von 1958 sein wichtigstes Werk.

Bei Smartambiente führen wir 5 Ausführungen des Deckenstrahler ES 57 LED von Tecnolumen. Sie erhalten die Leuchte in den Farbvarianten Schwarz, Rot, Weiß und Grau sowie in der Standard-Ausführung, jeweils zum Preis von 1.012,77 € mit versandkostenfreier Lieferung.

Egon Eiermann entwarf die ES 57 im Jahr 1958 für den Deutschen Pavillon der Weltausstellung in Brüssel. Sie gilt als früher Vertreter des Deckenfluter-Prinzips: Der nach oben gerichtete Reflektor strahlt das Licht an die Decke, von wo es indirekt in den Raum reflektiert wird. Tecnolumen produziert das Modell heute als LED-Reedition mit fortlaufender Nummerierung.

Eiermann gilt als Hauptvertreter der Zweiten Moderne in Deutschland. Er stand in der Tradition von Bauhaus und Werkbund und trug nach 1945 wesentlich dazu bei, das deutsche Design und die deutsche Architektur wieder an internationale Standards anzuschließen. Sein Wirken wird häufig mit dem geometrisch-rationalen Formkanon Ludwig Mies van der Rohes in Verbindung gebracht.