Wilhelm Wagenfeld
Wilhelm Wagenfeld (1900 bis 1990) zählt zu den Pionieren des deutschen Industriedesigns. Der Bauhaus-Schüler entwarf die Wagenfeldlampe, die heute in Lizenz von Tecnolumen bei uns geführt wird.
Faktenblock zu Wilhelm Wagenfeld
- Geboren: 15. April 1900 in Bremen, Deutschland
- Verstorben: 28. Mai 1990 in Stuttgart, Deutschland
- Nationalität: deutsch
- Ausbildung: Staatliche Bremer Kunstgewerbeschule 1916 bis 1919, Hanauer Zeichenakademie, Bauhaus Weimar ab 1923
- Studio: Werkstatt Wagenfeld, Stuttgart, 1954 bis 1978
- Akademische Ämter: Staatliche Kunstschule Berlin 1931 bis 1935, Hochschule für Bildende Künste Berlin 1947 bis 1949
- Wichtige Kollaborationen: Jenaer Glaswerk Schott & Gen., Vereinigte Lausitzer Glaswerke, WMF, Rosenthal, Porzellanmanufaktur Fürstenberg, Braun, Tecnolumen
- Bekannteste Werke: Bauhaus-Leuchte MT 8 und MT 9 (1924), Teeservice aus Jenaer Glas (1931), Eierkochglas (1933), Kubus-Geschirr (1938), Gewürzstreuer Max und Moritz für WMF
- Auszeichnungen: Grand Prix der Triennale Mailand (1940 und 1957), Bundespreis Gute Form (1969 und 1982), Heinrich-Tessenow-Medaille (1968), Ehrendoktorwürde der Universität Stuttgart (1981)
- Bei Smartambiente: 9 Leuchten und Zubehörteile der Marke Tecnolumen verfügbar, Preisspanne 139,50 € bis 1.369,88 €
- Nachlass-Träger: Wilhelm-Wagenfeld-Stiftung Bremen
Werdegang von Bremen über Hanau zum Bauhaus Weimar
Wilhelm Wagenfeld wurde am 15. April 1900 in Bremen geboren. Ab 1914 absolvierte er eine Lehre zum Industriezeichner in der Bremer Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld und besuchte parallel bis 1919 die Staatliche Bremer Kunstgewerbeschule. Nach einer weiteren Ausbildungsstation an der Hanauer Zeichenakademie ging er 1923 als Vorkurs-Schüler an das Bauhaus in Weimar und arbeitete gleichzeitig in der Metallwerkstatt unter László Moholy-Nagy.
1926 legte Wagenfeld die Gesellenprüfung zum Silberschmied und Ziseleur ab. Im selben Jahr trat er als Assistent in die Metallwerkstatt der Staatlichen Bauhochschule Weimar ein, deren Leitung er 1928 übernahm. Seit 1926 war er Mitglied im Deutschen Werkbund. Von 1931 bis 1935 hatte er eine Professur an der Staatlichen Kunstschule in Berlin inne, danach übernahm er die künstlerische Leitung der Vereinigten Lausitzer Glaswerke in Weißwasser.
Designphilosophie: Form follows function und Standardisierung
„Form follows function" nahm Wagenfeld ernst. Er entwickelte häufig mehrere Entwürfe zu einer Aufgabe und ließ sie von Praktikern überprüfen, um die für die geplante Funktion beste Form herauszuarbeiten. Dabei legte er wie andere Vertreter des Bauhauses und des Deutschen Werkbundes großen Wert auf die Standardisierung seiner Entwürfe für die industrielle Massenproduktion.
Zu Wagenfelds Leitgedanken zählte die Idee vom „richtigen Leben mit den richtigen Dingen". Mit seinen Prototypen für die Industrie wollte er alle Schichten der Gesellschaft erreichen, auch die ärmeren. Jede Form und jedes Material sollte mit gleicher Gründlichkeit bearbeitet werden. Multifunktionalität war Teil dieses Anspruchs: Mit dem Eierkochglas von 1933 lässt sich zubereiten und servieren, mit der Teekanne von 1931 direkt aufbrühen.
Kollaborationen mit Herstellern von Glas, Porzellan und Metall
Ab 1930 arbeitete Wagenfeld als freier Mitarbeiter für das Jenaer Glaswerk Schott & Gen. In dieser Zeit entstanden das Teeservice aus feuerfestem Glas und das Eierkochglas. Ab 1935 übernahm er die künstlerische Leitung der Vereinigten Lausitzer Glaswerke in Weißwasser/Oberlausitz, wo unter anderem das Glasservice Lobenstein und das stapelbare Kubus-Geschirr entstanden. Beide Positionen prägten den industriellen Charakter seines Werks.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden Aufträge für weitere Industriehersteller. Für WMF gestaltete Wagenfeld ab 1950 den Aschenbecher, die Butterdose und die Gewürzstreuer Max und Moritz aus Cromargan. Weitere Auftraggeber waren die Porzellanmanufaktur Fürstenberg, die Firma Rosenthal, Braun und die Firma Johannes Buchsteiner, für die 1954 das Melamin-Bordgeschirr der Lufthansa entstand. Ergänzend dazu führen wir bei Smartambiente die lizenzierten Neuauflagen der Bauhaus-Leuchten von Tecnolumen.
Ikonische Werke: Bauhaus-Leuchte, Teeservice und Kubus-Geschirr
1924 entstand in der Metallwerkstatt am Bauhaus unter László Moholy-Nagy der Entwurf für die Leuchten MT 8 in der Metallversion und MT 9 in der Glasversion. Die Tischleuchte mit halbkugelförmiger Opalglas-Glocke und dem geraden Metall- oder Glasschaft ist bis heute als Bauhaus- oder Wagenfeld-Leuchte bekannt und einer der meistrezipierten Wagenfeld-Entwürfe. 1925 ließ sich Wagenfeld eine technische Neuerung der Glasversion patentieren.
Weitere Klassiker aus dieser Werkphase sind das 1931 für das Jenaer Glaswerk entworfene Teeservice aus feuerfestem Glas, das Eierkochglas von 1933 und das stapelbare Kubus-Geschirr von 1938 für die Vereinigten Lausitzer Glaswerke. Für WMF entstanden ab 1950 der Aschenbecher, die Butterdose und die Gewürzstreuer Max und Moritz aus Cromargan. Insgesamt umfasst Wagenfelds Werk über 600 Entwürfe, vorwiegend in Glas und Metall.
Auszeichnungen, Museumssammlungen und Rezeption
Zu Wagenfelds Auszeichnungen zählen zwei Goldmedaillen der Weltfachausstellung Paris (1937) sowie zwei Grand Prix der Triennale Mailand (1940 und 1957, letzterer für das Gesamtwerk). 1968 erhielt er die Heinrich-Tessenow-Medaille, 1969 den Bundespreis Gute Form für das Trinkservice Greif und 1982 erneut den Bundespreis Gute Form für die Bauhaus-Leuchte. 1981 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Stuttgart verliehen.
Werke Wagenfelds befinden sich unter anderem im Grassi Museum für Angewandte Kunst in Leipzig. 1964 war er mit Industriedesign-Arbeiten an der documenta III in Kassel vertreten. Der Nachlass wird seit 1993 von der Wilhelm-Wagenfeld-Stiftung im Wilhelm-Wagenfeld-Haus in Bremen bewahrt und ausgestellt. Wenn Sie das Werk Wagenfelds im Kontext weiterer Gestalter einordnen möchten, finden Sie auf unserer Übersicht der bei Smartambiente vertretenen Designer eine kuratierte Auswahl.
Werke im Smartambiente-Sortiment: Tecnolumen als lizenzierter Hersteller
Mit Genehmigung Wagenfelds stellt die 1980 gegründete Firma Tecnolumen in Bremen als weltweit einziges Unternehmen lizenzierte Repliken der Wagenfeld-Leuchte her. Bei Smartambiente in Wendelstein bei Nürnberg führen wir aktuell 9 Wagenfeld-Leuchten und Zubehörteile der Marke Tecnolumen, darunter die WG 24 als klassisches Metall-Modell und die WA 24 als Glasversion mit sichtbarem Schaft.
Zur Wagenfeld-Serie von Tecnolumen gehören außerdem die WG 25 GL, die WG 27, die WG 28 mit Glasschirm und die WNL 30 Mehrzweckleuchte. Für den Boden bieten wir die WSTL 30 Stehleuchte. Die WA 23 SW ergänzt die Familie in Schwarz, und ein original Ersatzglas für Ihre bestehende Wagenfeld-Leuchte finden Sie ebenfalls im Sortiment.
Preise reichen von 139,50 € für das Ersatzglas bis 1.369,88 € für die WSTL 30 Stehleuchte. Wenn Sie die Wagenfeld-Modelle mit weiteren Designklassikern kombinieren möchten, finden Sie in unserer Kategorie Design-Tischleuchten renommierter Hersteller passende Ergänzungen. Als offizieller Premium Partner von Tecnolumen liefern wir Ihnen Originalware versandkostenfrei innerhalb Deutschlands.
Beratung zu Leuchten von Wilhelm Wagenfeld
Fragen zu Original oder Nachbau, zur Ersatzteilverfügbarkeit für Ihre Wagenfeld-Leuchte oder zu einer konkreten Serie beantworten Ihnen Mehmet Sögütlü und das Smartambiente-Team persönlich. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 911 944 33103 oder per E-Mail unter info@smartambiente.de. Als offizieller Premium Partner von Tecnolumen garantieren wir Originalware mit versandkostenfreier Lieferung innerhalb Deutschlands.
Häufige Fragen zu Wilhelm Wagenfeld
Wilhelm Wagenfeld (1900 bis 1990) war ein deutscher Produktdesigner und Bauhaus-Schüler. Er zählt zu den bekanntesten Pionieren des Industriedesigns in Deutschland und schuf über 600 Entwürfe, vorwiegend in Glas und Metall.
Die Wagenfeld-Leuchte, auch Bauhaus-Leuchte genannt, entstand 1924 in der Metallwerkstatt am Bauhaus in Weimar unter László Moholy-Nagy. Sie ist erkennbar an der halbkugelförmigen Opalglas-Glocke und dem geraden Metall- oder Glasschaft und zählt bis heute zu den bekanntesten Tischleuchten des 20. Jahrhunderts.
Wagenfeld gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Bauhauses und war seit 1926 Mitglied im Deutschen Werkbund. Sein Ansatz folgt dem Prinzip „Form follows function" und dem Gedanken der Standardisierung für die industrielle Serienproduktion.
Bei Smartambiente finden Sie 9 Wagenfeld-Produkte des Herstellers Tecnolumen, darunter die WG 24 und WA 24 Tischleuchten, die WG 25 GL, WG 27 und WG 28, die WNL 30 Mehrzweckleuchte, die WSTL 30 Stehleuchte sowie ein Ersatzglas. Die Preisspanne reicht von 139,50 € bis 1.369,88 €.
Ja. Tecnolumen produziert die Wagenfeld-Leuchten seit 1980 als weltweit einziger lizenzierter Hersteller mit Genehmigung Wilhelm Wagenfelds. Smartambiente ist offizieller Premium Partner von Tecnolumen und liefert ausschließlich Originalware versandkostenfrei innerhalb Deutschlands.
Zu Wagenfelds Auftraggebern zählten unter anderem das Jenaer Glaswerk Schott & Gen., die Vereinigten Lausitzer Glaswerke, WMF, Rosenthal, Braun und die Porzellanmanufaktur Fürstenberg. Für WMF entstanden ab 1950 die Gewürzstreuer Max und Moritz aus Cromargan, für das Jenaer Glaswerk das Teeservice aus feuerfestem Glas.
