Hans Przyrembel
Hans Przyrembel (1900 bis 1945) war deutscher Bauhaus-Designer und Silberschmied. Bei Smartambiente entdecken Sie seine 1928 entworfene Pendelleuchte HP 28 als Originaledition der Bremer Manufaktur Tecnolumen.
Faktenblock zu Hans Przyrembel
- Geboren: 3. Oktober 1900 in Halle (Saale), Deutschland
- Gestorben: 1945 (offiziell für tot erklärt, genaues Todesdatum nicht belegt)
- Nationalität: deutsch
- Ausbildung: Bauhaus in Weimar und Dessau, Metallwerkstatt, 1924 bis 1928; Meisterprüfung als Gold- und Silberschmied 1932
- Werkstatt: Leipzig, ab 1929 (Marke ha-p-er-Leuchten)
- Wichtige Kollaborationen: Marianne Brandt (Bauhaus-Metallwerkstatt), Junkers-Werke Dessau, Tecnolumen (Neuauflagen seit 1980)
- Bekannteste Werke: Bauhaus-Pendelleuchte HP 28 (1928), Teedose (Entwurf um 1924/1926), Metallgeräte und Silberobjekte der Marke ha-p-er
- Auszeichnungen: keine öffentlich dokumentierten Auszeichnungen; aufgenommen in Josef Straßers Standardwerk „50 Bauhaus-Ikonen, die man kennen sollte" (Prestel, München 2009)
- Bei Smartambiente: 2 Ausführungen der Bauhaus-Pendelleuchte HP 28 von Tecnolumen verfügbar (Ø 50 cm und Ø 70 cm)
- Herstellerprofil bei Tecnolumen: Tecnolumen
Werdegang zwischen Schlosser-Lehre und Bauhaus
Hans Przyrembel wurde am 3. Oktober 1900 in Halle als Franz Johannes Przyrembel geboren. Er war das älteste von drei Kindern der Eheleute Carl und Therese Przyrembel. Ab 1915 absolvierte er in Leipzig eine Lehre zum Schlosser. Gegen Ende des Ersten Weltkrieges wurde er als Soldat eingezogen. In der Nachkriegszeit arbeitete er zunächst in Gelegenheitsarbeiten als Schlosser.
Von 1924 bis 1928 studierte Przyrembel am Bauhaus, zunächst in Weimar, ab 1925 in Dessau. Seine Ausbildung begann bei László Moholy-Nagy im Vorkurs und setzte sich in der Metallwerkstatt fort. Dort lehrten Moholy-Nagy als Formmeister und Christian Dell als technischer Meister. Zu seinen Kommilitoninnen und Kommilitonen zählten Marianne Brandt, Wilhelm Wagenfeld und Wolfgang Tümpel. Sein Gesellenstück als Silberschmied, eine Kanne, fertigte er 1928 an. Danach übernahm er kurzzeitig die Werkstatt Tümpels in Halle.
Designhaltung zwischen Handwerk und Bauhaus-Sachlichkeit
Verchromtes Metall, ätzmattes Glas und Silber prägen Przyrembels Werk als handwerklich präzise, ornamentfreie Objekte. Die Bauhaus-Metallwerkstatt verband industrielle Fertigungslogik mit handwerklicher Sorgfalt. Diese Ausrichtung fand ihren Ausdruck in einer reduzierten Formensprache, die auf dekorative Zutaten verzichtete.
Sein handwerklicher Hintergrund als gelernter Schlosser und späterer Silberschmied schlägt sich in der Präzision der Verarbeitung nieder. Klare Übergänge zwischen Metall und Glas, präzise Proportionen und die konsequente Reduktion auf die Grundfunktion stehen im Vordergrund. Diese Haltung ordnet ihn dem Funktionalismus zu, jener Bewegung, die Gestaltung an Zweck und Herstellungsprozess ausrichtete und Ornament als überflüssig ablehnte.
Enge Zusammenarbeit mit Marianne Brandt an modernen Leuchten
In den letzten beiden Jahren am Bauhaus Dessau arbeitete Przyrembel eng mit Marianne Brandt an der Gestaltung moderner Leuchten. Brandt leitete zu dieser Zeit die Metallwerkstatt und gilt heute als eine der prägenden Figuren des Bauhauses. Aus dieser gemeinsamen Werkstattphase gingen mehrere Entwürfe für Pendelleuchten hervor, die bis heute produziert werden.
Neben Marianne Brandt zählten Wilhelm Wagenfeld, Josef Knau, Otto Rittweger und Wolfgang Tümpel zu Przyrembels engerem Werkstattkreis. Diese Gruppe prägte die Bauhaus-Leuchtenentwicklung nachhaltig. Aus dieser Werkstattphase entwickelte Przyrembel im Jahr 1928 die Pendelleuchte HP 28, die ihn bis heute bekannt hält. Sie ist Bestandteil der aktuellen Bauhaus-Kategorie von Tecnolumen.
HP 28 – Pendelleuchte für hohe Räume
Die 1928 entworfene Pendelleuchte HP 28 ist das bekannteste Werk Przyrembels. Sie besteht aus einem verchromten Metallgestell, das eine flache, ätzmatte Glasscheibe zentrisch trägt. Über der Scheibe sitzen frei angeordnete E27-Fassungen, deren Licht durch das mattierte Glas gedämpft nach unten austritt und den Raum blendfrei ausleuchtet.
Przyrembel entwarf die Leuchte in zwei Größen mit 500 mm und 700 mm Durchmesser. Die größere Variante nimmt sechs Leuchtmittel auf, die kleinere vier. Damit ist die HP 28 speziell für die Allgemeinbeleuchtung in Räumen mit hoher Decke ausgelegt. Der Entwurf entstand in den Bauhaus-Metallwerkstätten und ging damals nicht in Serienproduktion.
Die Bremer Manufaktur Tecnolumen hat den Entwurf 1980 wieder aufgelegt. Jede Leuchte wird nach Originalentwurf gefertigt, fortlaufend nummeriert und mit dem Tecnolumen-Signet versehen.
Werkstatt in Leipzig und die Marke ha-p-er-Leuchten
Nach dem Bauhaus-Abschluss baute Przyrembel 1929 eine eigene Werkstatt in Leipzig auf. Dort fertigte er Metallgeräte und Beleuchtungskörper, die er unter der Marke ha-p-er-Leuchten vertrieb. 1932 legte er die Meisterprüfung als Gold- und Silberschmied ab. Zu den dokumentierten Auftragsarbeiten zählt die Abdeckung für eine Gastherme der Junkers-Werke in Dessau.
Im Zweiten Weltkrieg leistete Przyrembel sechs Jahre Militärdienst. Er starb 1945. Seine Frau Ilse Przyrembel führte die Werkstatt bis 1951 mit drei Gesellen weiter, ehe sie geschlossen wurde.
Werke von Hans Przyrembel im Sortiment von Smartambiente
Bei Smartambiente in Wendelstein bei Nürnberg führen wir aktuell 2 Ausführungen der Bauhaus-Pendelleuchte HP 28. Beide Modelle stammen aus der Neuauflage der Bremer Manufaktur Tecnolumen und werden nach Originalentwurf gefertigt. Weitere Bauhaus-Gestalter finden Sie zum Vergleich in unserer Designer-Übersicht.
Sie erhalten die HP 28 in zwei Durchmessern: 50 cm und 70 cm. Die kleinere Variante nimmt vier Leuchtmittel auf und eignet sich für Räume mit mittlerer Deckenhöhe. Die größere Variante mit sechs Leuchtmitteln ist für hohe Räume ausgelegt, etwa Altbauwohnungen, Foyers oder gastronomische Innenbereiche. Weitere Bauhaus-Klassiker aus dem Sortiment finden Sie in der Pendelleuchten-Serie von Tecnolumen.
Als offizieller Premium Partner liefern wir beide Modelle versandkostenfrei innerhalb Deutschlands. Wenn Sie eine breitere Auswahl vergleichen möchten, steht Ihnen die Kategorie Pendelleuchten zur Verfügung.
Beratung zu Leuchten von Hans Przyrembel
Fragen zu Original vs. Nachbau, zur Ersatzteilverfügbarkeit oder zur konkreten Ausführung der HP 28 beantworten Ihnen Mehmet Sögütlü und das Smartambiente-Team persönlich. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 911 944 33103 oder per E-Mail unter info@smartambiente.de. Als offizieller Premium Partner von Tecnolumen garantieren wir Ihnen Originalware mit versandkostenfreier Lieferung innerhalb Deutschlands.
Häufige Fragen zu Hans Przyrembel
Hans Przyrembel (1900 bis 1945) war ein deutscher Bauhaus-Designer, Gold- und Silberschmied aus Halle. Er studierte von 1924 bis 1928 am Bauhaus in Weimar und Dessau. Ab 1929 führte er eine eigene Werkstatt in Leipzig, in der er Metallgeräte und Beleuchtungskörper unter der Marke ha-p-er-Leuchten fertigte.
Przyrembels Werk ist in der Bauhaus-Metallwerkstatt verwurzelt und folgt dem Funktionalismus. Seine Objekte zeigen reduzierte Formen, präzise Verarbeitung und den Verzicht auf Ornament. Materialien wie verchromtes Metall und ätzmattes Glas prägen seinen Stil bis heute.
Die HP 28 ist die 1928 von Przyrembel am Bauhaus Dessau entworfene Pendelleuchte. Sie besteht aus einem verchromten Metallgestell und einer flachen, ätzmatten Glasscheibe, die frei angeordnete E27-Leuchtmittel abdeckt. Die Leuchte ist für die Allgemeinbeleuchtung in Räumen mit hoher Decke entwickelt.
Beide gehörten in den späten 1920er Jahren der Bauhaus-Metallwerkstatt in Dessau an. Marianne Brandt leitete die Werkstatt zeitweise. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden mehrere Entwürfe für moderne Leuchten, die Przyrembels Werk maßgeblich prägten.
Wir führen aktuell 2 Ausführungen der Bauhaus-Pendelleuchte HP 28 in den Durchmessern 50 cm und 70 cm. Beide Modelle stammen aus der Neuauflage der Bremer Manufaktur Tecnolumen und werden nach Originalentwurf gefertigt.
Die von uns geführten Leuchten sind Originale der Tecnolumen-Neuauflage. Jede Leuchte wird nach Przyrembels Originalentwurf aus dem Jahr 1928 gefertigt, fortlaufend nummeriert und mit dem Tecnolumen-Signet versehen. Als offizieller Premium Partner erhalten Sie bei uns ausschließlich Originalware.
