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Richard Döcker

Richard Döcker (1894–1968) war ein deutscher Architekt des Neuen Bauens, Bauleiter der Weißenhofsiedlung in Stuttgart und Gestalter der Bauhaus Stehleuchte DSL 23, die heute von Tecnolumen produziert wird.

Faktenblock zu Richard Döcker

  • Geboren: 13. Juni 1894 in Weilheim an der Teck, Deutschland
  • Gestorben: 9. November 1968 in Stuttgart
  • Nationalität: deutsch
  • Ausbildung: Technische Hochschule Stuttgart, Architektur, 1912 bis 1918 (Diplom mit Auszeichnung); Promotion zum Dr.-Ing. 1924 mit einer Arbeit über Kleinhaus-Typenpläne
  • Wirkungsstätte: Stuttgart, ab 1947 Ordinarius für Städtebau und Wiederaufbau an der Technischen Hochschule Stuttgart
  • Wichtige Kollaborationen: Tecnolumen, Bremen (Produktion der Bauhaus Stehleuchte DSL 23 als Bauhaus-Reedition)
  • Bekannteste Werke: Bauhaus Stehleuchte DSL 23 (Entwurf 1923/1926), Weißenhofsiedlung Häuser 21 und 22 als Bauleiter (1927), Bezirkskrankenhaus Waiblingen im Terrassentyp (1926–1928)
  • Mitgliedschaften und Auszeichnungen: Mitglied der Künstlervereinigung Der Ring (1926), Deutscher Werkbund (1928), CIAM-Mitarbeit (ab 1928), Mitglied der Berliner Akademie der Künste (1957), Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Karlsruhe (1958)
  • Bei Smartambiente: 1 Leuchte von Tecnolumen (Bauhaus Stehleuchte DSL 23) verfügbar, Preis 2.232 €
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Werdegang zwischen Weilheim, Stuttgart und dem Neuen Bauen

Am 13. Juni 1894 wurde Richard Döcker in Weilheim an der Teck geboren. Von 1912 bis 1918 studierte er Architektur an der Technischen Hochschule Stuttgart und schloss die Diplom-Hauptprüfung mit Auszeichnung ab. Zwischen 1922 und 1924 arbeitete Döcker als Assistent bei Paul Bonatz an derselben Hochschule und wurde anschließend mit einer Arbeit über Kleinhaus-Typenpläne zum Doktor-Ingenieur promoviert.

1926 wurde Döcker Mitglied in der Künstlervereinigung Der Ring, 1928 folgte die Berufung in den Deutschen Werkbund und die Mitarbeit im Congrès International d'Architecture Moderne (CIAM). Damit gehörte er zum inneren Kreis jener Architekten, die in den 1920er Jahren das Neue Bauen in Deutschland und international mitprägten.

Funktionalismus und der Terrassentyp als eigene Handschrift

Neben Ernst Otto Oßwald und Martin Elsaesser gehörte Döcker zu den württembergischen Architekten, die das Neue Bauen in Stuttgart voranbrachten. Der Funktionalismus dieser Bewegung folgt der Idee, dass die äußere Form eines Bauwerks aus seinem Nutzungszweck abgeleitet wird. Statt historisierender Ornamente traten klare Kuben, Flachdächer und großzügige Belichtung in den Vordergrund.

Besonders hervor tat sich Döcker durch die Entwicklung des Terrassenhaustyps, den er aufgrund der Stuttgarter Hanglagen entworfen hatte. Sein 1929 in Stuttgart erschienenes Buch „Terrassentyp. Krankenhaus, Erholungsheim, Hotel, Bürohaus, Einfamilienhaus, Siedlungshaus, Miethaus und die Stadt" fasste diese Ideen zusammen. Die Formel „Licht, Luft, Sonne" zog sich als Leitgedanke durch seine Bauten.

Bauleiter der Weißenhofsiedlung 1927

1927 übernahm Richard Döcker die Bauleitung der Weißenhofsiedlung in Stuttgart, dem zentralen Bestandteil der Werkbund-Ausstellung „Die Wohnung". Unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe entwarfen 17 Architekten aus mehreren Ländern eine Mustersiedlung mit 21 Häusern und insgesamt 63 Wohnungen.

Döcker realisierte in der Siedlung selbst die Häuser 21 und 22, die 1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Sein 1926 bis 1928 errichtetes Bezirkskrankenhaus Waiblingen setzte die Prinzipien des Terrassentyps in einen Krankenhausbau um und verhalf ihm zu internationaler Rezeption. Der Bau wurde 1960 abgebrochen. Der Bauhaus-Kontext dieser Zeit prägt bis heute auch verwandte Möbelklassiker wie die Freischwinger im Bauhausstil in unserem Sortiment.

Die Bauhaus Stehleuchte DSL 23 als Klassiker abseits des Bauhauses

Obwohl Richard Döcker nie am Bauhaus in Weimar oder Dessau lernte oder lehrte, entstand zwischen 1923 und 1926 sein wohl bekanntester Möbelentwurf: die Stehleuchte DSL 23. Die Leuchte kombiniert eine vernickelte Metallstruktur mit einer Opalglaskugel und ist über einen Auszug in der Höhe von 160 cm bis 200 cm verstellbar. Der Durchmesser der Glaskugel beträgt 35 cm.

Seit 1980 produziert Tecnolumen die Leuchte als offizielle Bauhaus-Reedition. Jedes Exemplar ist fortlaufend nummeriert und trägt das Signet TECNOLUMEN und R. Döcker. Die DSL 23 steht damit in derselben Reihe wie andere ikonische Entwürfe der Manufaktur, etwa die Wagenfeld-Leuchten WA 24 und WG 24, die den Bauhausstil ebenfalls in seiner Kernphase repräsentieren.

Späte Wirkung als Hochschullehrer und Ehrungen

1941 bis 1944 wurde Döcker zum Wiederaufbauamt Saarbrücken dienstverpflichtet. Nach Kriegsende leitete er als Generalbaudirektor der Stadt Stuttgart den Zentralen Aufbau. 1947 übernahm er als ordentlicher Professor den Lehrstuhl für Städtebau und Wiederaufbau an der Technischen Hochschule Stuttgart. 1957 wurde er in die Berliner Akademie der Künste aufgenommen.

1958 lehrte Döcker zusätzlich an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Im selben Jahr wurde er dort emeritiert und erhielt am 28. Juli 1958 die Ehrendoktorwürde. Döcker starb am 9. November 1968 in Stuttgart. Ausstellungen wie „Richard Döcker. Das Vier-Farben-Haus" (Stuttgart 2003) und die Sonderausstellung des Weissenhofmuseums zum 125. Geburtstag im Bauhaus-Jahr 2019 halten sein Werk in der Fachwelt präsent.

Die DSL 23 im Smartambiente-Sortiment

Bei Smartambiente in Wendelstein bei Nürnberg führen wir die Bauhaus Stehleuchte DSL 23 von Tecnolumen als einziges Möbel- und Leuchtenwerk von Richard Döcker. Sie erhalten das nummerierte Original mit vernickeltem Metall und Opalglaskugel zum Preis von 2.232 €. Als offizieller Premium Partner von Tecnolumen garantieren wir Ihnen Originalware mit versandkostenfreier Lieferung innerhalb Deutschlands.

Wenn Sie die Leuchte in einen breiteren Bauhaus-Kontext einordnen möchten, finden Sie in der Bauhaus-Serie von Tecnolumen weitere Originale, etwa von Wilhelm Wagenfeld oder Marianne Brandt. In der Kategorie Stehleuchten lässt sich die DSL 23 mit weiteren Modellen unserer Design-Marken vergleichen. Einen Überblick über die von uns geführten Gestalter geben unsere Portraits im Bereich Alle Designer.

Beratung zu Möbeln und Leuchten von Richard Döcker

Fragen zur Bauhaus Stehleuchte DSL 23, zur Original- vs. Nachbau-Situation bei Bauhaus-Reeditionen oder zur Ersatzteilverfügbarkeit beantworten Ihnen Mehmet Sögütlü und das Smartambiente-Team persönlich. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 911 944 33103 oder per E-Mail unter info@smartambiente.de. Als offizieller Premium Partner von Tecnolumen liefern wir Ihnen ausschließlich fortlaufend nummerierte Originalware mit versandkostenfreier Zustellung innerhalb Deutschlands.

Häufige Fragen zu Richard Döcker

Richard Döcker (1894–1968) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer, der zu den zentralen Vertretern des Neuen Bauens in Süddeutschland gehörte. Er studierte an der Technischen Hochschule Stuttgart, promovierte 1924 zum Dr.-Ing. und leitete 1927 den Bau der Weißenhofsiedlung in Stuttgart. Ab 1947 war er Professor für Städtebau und Wiederaufbau an der TH Stuttgart.

Der Entwurf der DSL 23 stammt aus den Jahren 1923 bis 1926 und wurde von Richard Döcker parallel zu seiner architektonischen Tätigkeit in Stuttgart entwickelt. Die Leuchte kombiniert eine vernickelte, höhenverstellbare Metallstruktur mit einer Opalglaskugel als Schirm. Tecnolumen produziert sie seit den 1980er Jahren als offizielle Bauhaus-Reedition mit fortlaufender Nummerierung.

Für Sie interessant, wenn Sie die Herkunft der DSL 23 einordnen möchten: 1927 übernahm Döcker die Bauleitung der Weißenhofsiedlung, die unter der künstlerischen Leitung von Mies van der Rohe entstand. Er selbst entwarf innerhalb der Siedlung die Häuser 21 und 22. Beide wurden 1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Nein. Döcker hat nie am Bauhaus in Weimar oder Dessau gelehrt oder gelernt. Seine Stehleuchte DSL 23 wird dennoch der Bauhaus-Ära zugeordnet, weil ihre klare Formensprache und ihr Verhältnis von Funktion und Konstruktion den Prinzipien dieser Bewegung entsprechen.

Döcker arbeitete mit klaren, funktional abgeleiteten Formen und legte den Fokus auf gesunde Belichtung, Belüftung und Sonnenzugänglichkeit. Sein 1929 erschienenes Buch über den Terrassentyp systematisierte diese Ansätze für verschiedene Bautypen und macht ihn zu einem der wenigen Architekten, die das Neue Bauen sowohl theoretisch als auch baulich vorangetrieben haben.

Bei uns erhalten Sie die Bauhaus Stehleuchte DSL 23 von Tecnolumen zum Preis von 2.232 €. Es handelt sich um das nummerierte Original mit vernickelter Metallstruktur, höhenverstellbarem Auszug bis 200 cm und einer Opalglaskugel mit 35 cm Durchmesser. Die Lieferung innerhalb Deutschlands ist versandkostenfrei.