Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Versandkostenfreie Lieferung
Offizieller Premium Partner
Zur Startseite gehen

Walter Schnepel

Walter Schnepel, Jahrgang 1941, ist Kaufmann, Kunstsammler und Gründer der Bremer Leuchtenmanufaktur Tecnolumen. Ohne ihn gäbe es die Wagenfeld-Leuchte WA 24 heute nicht in Serienproduktion.

Faktenblock zu Walter Schnepel

  • Geboren: 1941
  • Nationalität: deutsch
  • Werdegang: Kaufmann; übernahm in den 1960er-Jahren den Elektrogroßhandel seines Vaters
  • Unternehmen: Tecnolumen, Bremen, gegründet 1980
  • Wichtige Kollaborationen (als Lizenznehmer): Wilhelm Wagenfeld, Marianne Brandt, Gyula Pap
  • Bekannteste eigene Entwürfe: Lightworm Tischleuchte (2002), TLWS 03 Tischleuchte (2003), TLWS 05 Tischleuchte (2005), WSNK 87 Kerzenleuchter
  • Bedeutendste Reedition: Wagenfeld-Leuchte WA 24 / WG 24 (Originalentwurf 1923/1924 von Wilhelm Wagenfeld)
  • Auszeichnungen: keine öffentlich dokumentierten Design-Auszeichnungen für Walter Schnepel persönlich; die von Tecnolumen produzierte WA 24 gehört seit 1986 zur Sammlung des Museum of Modern Art in New York
  • Bei Smartambiente: 18 Produkte von Tecnolumen verfügbar, Preisspanne 79,05 € bis 418,50 €
designer-walter-schnepel.webp?width=3000

Vom Kaufmann zum Bewahrer des Bauhaus-Erbes

Walter Schnepel, geboren 1941, übernahm in den 1960er-Jahren den Elektrogroßhandel seines Vaters in Bremen. Parallel dazu baute er über Jahrzehnte hinweg eine Kunstsammlung auf, die zunächst Werke der Klassischen Moderne und später Arbeiten der Fluxus-Bewegung umfasste. Aus dieser Doppelrolle als Kaufmann und Kunstsammler entwickelte sich seine Beschäftigung mit dem Bauhaus.

Schnepel besuchte Ende der 1970er-Jahre wiederholt den Bremer Produktdesigner Wilhelm Wagenfeld in dessen Stuttgarter Atelier. Bei einem dieser Besuche entdeckte er dort die verstaubte Tischleuchte MT 8 aus dem Jahr 1924 und fragte Wagenfeld, warum niemand sie produziere. Die Antwort war knapp: „Dann machen Sie es doch." 1979 erhielt Schnepel die Lizenz, 1980 gründete er in Bremen die Manufaktur Tecnolumen.

Die Wiederauflage der Wagenfeld-Leuchte als unternehmerischer Kern

Der Start verlief nicht wie geplant. Die ersten 250 Leuchten wurden zwar produziert, kein Möbelhandel wollte sie zunächst führen. Schnepel schaltete daraufhin Anzeigen im Kunstmagazin ART und in der Zeitschrift SCHÖNER WOHNEN mit direkter Telefonnummer. Innerhalb weniger Wochen waren alle Exemplare verkauft. Erst danach zeigte auch der Handel Interesse.

Tecnolumen ist bis heute der weltweit einzige lizenzierte Hersteller der Wagenfeld-Leuchte. Vier von Wagenfeld selbst autorisierte Varianten stehen im Programm, differenziert nach Fuß und Rohr aus Glas oder Metall. In den Folgejahren erwarb Schnepel weitere Bauhaus-Lizenzen, unter anderem für Entwürfe von Marianne Brandt und Gyula Pap. Auf unserer Tecnolumen Markenseite finden Sie das aktuelle Portfolio als offizieller Premium Partner.

Designphilosophie zwischen Reduktion und Emotion

Schnepels gestalterische Haltung ist von der Bauhaus-Idee geprägt, dabei aber nicht dogmatisch. In einem Interview beschreibt er den Goldenen Schnitt als verlässliche gestalterische Grundlage und Emotion als wesentlichen Bestandteil guter Gestaltung. Für ihn ist Design keine Sprache, die sich logisch erlernen lässt, sondern ein Kommunikationsmittel, das ganzheitlich wirkt.

Diese Haltung übersetzt sich in seine eigenen Entwürfe: puristische Formen, sichtbare technische Komponenten, hochwertige Materialien und die klare Anwendung geometrischer Proportionen. Die Reeditionen bei Tecnolumen bleiben nah am Original. Bei der Wagenfeld-Leuchte wurden lediglich kleine technische Anpassungen vorgenommen, etwa eine leichte Reduktion der Standfuß-Plattenstärke, alles in Abstimmung mit Wilhelm Wagenfeld persönlich.

Die Bauhaus-Serie im Sortiment zeigt, wie konsequent diese Linie über Jahrzehnte gehalten wurde. Sie bündelt die Reeditionen der Wagenfeld-Leuchten und weiterer Bauhaus-Ikonen bei Tecnolumen.

Eigene Entwürfe von Walter Schnepel

Neben der Rolle als Unternehmer und Lizenzgeber tritt Schnepel selbst als Gestalter in Erscheinung. Bereits 1987 entwarf er den Kerzenleuchter WSNK 87. 2002 folgte die Lightworm-Tischleuchte, eine reduzierte, wurmartig geformte Leuchte, die zeitgenössische Formensprache mit klassisch-modernem Ansatz verbindet. 2003 kam die TLWS 03-Serie hinzu, eine Tischleuchte mit vernickeltem Metallfuß und wechselbaren Schirmen aus Klarglas, Opalglas, Melonglas, Rotglas oder Blauglas.

2005 stellte Schnepel die TLWS 05 vor, erstmals mit einem Schirm aus kaschiertem Leinen auf Transparentfolie. Die zugehörige Pendelleuchten-Serie HLWS 03 übernimmt die Schirmvarianten der Tischleuchte und ergänzt sie um eine hängende Anwendung im Ess- oder Flurbereich. Alle Leuchten aus Bremen sind fortlaufend nummeriert und tragen das Tecnolumen-Signet, sowohl bei den Reeditionen als auch bei Schnepels eigenen Entwürfen.

Was zeichnet die TLWS-Serie aus?

Die TLWS-Serie folgt einer strengen, symmetrischen Grundform. Auf einem vernickelten Metallsockel steht ein zylindrischer Glaskörper, der das Licht als Diffusor gleichmäßig streut. Ein Zugschalter am Kabel ersetzt die üblichen Kippschalter, was die reduzierte Silhouette bewahrt. Die Serie eignet sich als Nachttischleuchte, als Leuchte für Beistelltische oder als punktuelle Lichtquelle im Wohnbereich.

Werke von Walter Schnepel im Smartambiente-Sortiment

Bei Smartambiente in Wendelstein bei Nürnberg führen wir aktuell 18 Leuchten von Walter Schnepel und aus dem Bauhaus-Programm von Tecnolumen. Die Preisspanne reicht von 79,05 € für die Lightworm-Tischleuchte bis 418,50 € für die farbigen Varianten der TLWS 03-Serie. Alle Modelle werden als Originalware aus der Bremer Manufaktur geliefert.

Konkret finden Sie im Sortiment:

  • die Lightworm-Tischleuchte in schwarz und silber
  • die TLWS 03-Tischleuchte in Klarglas, Klarglas mit mattem Ring, Opalglas, Melonglas, Rotglas und Blauglas
  • die TLWS 04-Tischleuchte mit zylindrischem Opalglas-Diffusor
  • die HLWS 03-Pendelleuchte in denselben sechs Schirmvarianten wie die TLWS 03

Als offizieller Premium Partner von Tecnolumen bieten wir Ihnen zu allen Modellen versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands. Wenn Sie parallel die klassische Bauhaus-Leuchte suchen, finden Sie diese in der Wagenfeld-Serie mit den Varianten WA 24 und WG 24.

Bewahrung der Bauhaus-Moderne

Schnepels Verdienst liegt weniger im eigenen gestalterischen Werk als in seiner Rolle als Bewahrer und Weitervermittler der Bauhaus-Formensprache. Ohne die Wiederauflage von 1980 wäre die Wagenfeld-Leuchte vermutlich eine historische Fußnote geblieben, dokumentiert in Museumssammlungen, aber nicht produziert. Heute steht ein Exemplar seit 1986 in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York, ein anderes wurde 2016 im Neuen Museum Weserburg in Bremen in der Ausstellung „Leuchte!" gezeigt.

2002 gründete Schnepel das Schwesterunternehmen Tecnoline, das Türgriffe, Beschläge und Schalter nach Bauhaus-Entwürfen herstellt. Zur Walter-Schnepel-Holding gehört außerdem die Kulturstiftung Schnepel-Foundation. Tecnolumen selbst arbeitet heute mit rund 20 Mitarbeitenden, die Geschäftsführung liegt seit über 20 Jahren bei Carsten Hotzan; Schnepel bleibt als Seniorchef aktiv.

Vergleichbare Designer-Portraits finden Sie in unserer Designer-Übersicht, zusammen mit weiteren Klassikern der modernen Möbel- und Leuchtengeschichte.

Beratung zu Leuchten von Walter Schnepel und Tecnolumen

Fragen zu Original vs. Nachbau, zur Auswahl zwischen den TLWS- und HLWS-Varianten oder zur Verfügbarkeit einzelner Wagenfeld-Ausführungen beantworten Ihnen Mehmet Sögütlü und das Smartambiente-Team persönlich. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 911 944 33103 oder per E-Mail unter info@smartambiente.de. Als offizieller Premium Partner von Tecnolumen garantieren wir Ihnen fortlaufend nummerierte Originalware aus Bremen mit versandkostenfreier Lieferung innerhalb Deutschlands.

Häufige Fragen zu Walter Schnepel

Walter Schnepel, Jahrgang 1941, ist ein deutscher Kaufmann, Kunstsammler und Gründer der Bremer Leuchtenmanufaktur Tecnolumen. Er übernahm in den 1960er-Jahren den Elektrogroßhandel seines Vaters und gründete 1980 in Bremen das Unternehmen, das bis heute für die Wiederauflage der Wagenfeld-Leuchte bekannt ist.

Schnepel besuchte Wilhelm Wagenfeld Ende der 1970er-Jahre wiederholt in dessen Atelier in Stuttgart. Bei einem dieser Besuche entdeckte er die verstaubte Tischleuchte MT 8 aus dem Jahr 1924. Auf seine Nachfrage, warum diese nicht produziert werde, antwortete Wagenfeld „Dann machen Sie es doch". 1979 erteilte Wagenfeld ihm die Lizenz.

Schnepel orientiert sich an der Bauhaus-Idee, betont aber Emotion und den Goldenen Schnitt als gestalterische Grundlage. Für ihn ist Design ein Kommunikationsmittel, das ganzheitlich wahrgenommen wird. Diese Haltung zeigt sich in puristischen Formen, sichtbaren technischen Komponenten und der konsequenten Anwendung klarer Proportionen.

Bei Smartambiente führen wir aktuell 18 Modelle aus dem Tecnolumen-Sortiment, darunter Schnepels eigene Entwürfe Lightworm, TLWS 03, TLWS 04 und HLWS 03 in mehreren Schirmvarianten. Die Preisspanne reicht von 79,05 € für die Lightworm-Tischleuchte bis 418,50 € für die farbigen Varianten der TLWS 03.

Jede originale Wagenfeld-Leuchte ist fortlaufend nummeriert und trägt das Tecnolumen-Signet. Tecnolumen ist weltweit der einzige lizenzierte Hersteller. Die 28 Bauteile stammen überwiegend aus Deutschland, die Glasschirme werden in Glashütten in Polen und Slowenien mundgeblasen, die Endmontage erfolgt in Bremen. Bei Fragen zur Echtheitsprüfung berät Sie unser Team persönlich.

Der Schwerpunkt liegt auf Bauhaus-Reeditionen von Wilhelm Wagenfeld, Marianne Brandt und Gyula Pap. Ergänzend führt Tecnolumen zeitgenössische Entwürfe, die dem Prinzip „form follows function" folgen, darunter Schnepels eigene Serien TLWS, HLWS und Lightworm sowie Arbeiten weiterer Gestalter im gleichen gestalterischen Rahmen.