Marianne Brandt
Marianne Brandt gehört zu den bekannten Bauhaus-Künstlerinnen der Metallwerkstatt Dessau. Bei Smartambiente finden Sie ihre Deckenleuchte DMB 26 und die HMB-Pendelleuchten als Originalware von Tecnolumen.
Faktenblock zu Marianne Brandt
- Geboren: 1. Oktober 1893 in Chemnitz, Deutschland
- Gestorben: 18. Juni 1983 in Kirchberg (Sachsen)
- Nationalität: deutsch
- Ausbildung: Großherzoglich-Sächsische Hochschule für Bildende Kunst Weimar (Malerei und Bildhauerei, 1913 bis 1918); Staatliches Bauhaus in Weimar und Dessau, Metallwerkstatt, 1923 bis 1929 (Bauhausdiplom Nr. 2 der Metallwerkstatt am 10. September 1929)
- Wirkungsstätten: Metallwerkstatt am Bauhaus Dessau (stellvertretende Leiterin ab 1926, kommissarische Leiterin 1928 bis 1929); Ruppelwerk GmbH Gotha (Leiterin Entwurfsabteilung, 1929 bis 1932); Kunsthochschule Berlin-Weißensee (Mitarbeit bei Mart Stam, 1951 bis 1954)
- Wichtige Kollaborationen: Körting & Mathiesen (Marke „Kandem"), Schwintzer & Gräff Berlin, Ruppelwerk GmbH Gotha
- Bekannteste Werke: Tee-Extraktkännchen MT 49 (1924), Deckenleuchte DMB 26 (1926), Kandem-Tischleuchte Nr. 756 mit Hin Bredendieck (1928)
- Museumssammlungen: Museum of Modern Art (New York), British Museum (London), Busch-Reisinger Museum (Harvard)
- Anerkennung: Deutsche Post Briefmarkenblock „Design in Deutschland" (1998) mit dem Tee-Extraktkännchen MT 49; seit 2000 dreijährlicher Marianne-Brandt-Wettbewerb in Chemnitz
- Bei Smartambiente: 24 Bauhaus-Leuchten der Marke Tecnolumen verfügbar
- Weiterführende Quelle: Marianne Brandt bei Tecnolumen
Marianne Brandt studierte am Bauhaus in Weimar und Dessau
Marianne Brandt wurde am 1. Oktober 1893 in Chemnitz als Marianne Liebe geboren. 1911 zog sie nach Weimar und besuchte zunächst die Fürstliche freie Zeichenschule. Im März 1913 wurde sie in die Zeichenklasse der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst aufgenommen und studierte anschließend Landschafts-, Porträt- und Aktmalerei sowie Plastik. 1919 heiratete sie den norwegischen Maler Erik Brandt.
Angeregt durch die Weimarer Bauhaus-Ausstellung von 1923 begann Brandt im Wintersemester 1923/1924 ihre Ausbildung am Staatlichen Bauhaus. Sie besuchte die Vorklasse von László Moholy-Nagy und Josef Albers und wurde von Wassily Kandinsky und Paul Klee in Form- und Farbgestaltung unterrichtet. Zwischen Brandt und Moholy-Nagy, dem Leiter der Metallwerkstatt, entwickelte sich ein enges Arbeitsverhältnis. Am 10. September 1929 schloss sie ihr Studium mit dem Bauhausdiplom Nr. 2 der Metallwerkstatt ab.
Klare geometrische Grundformen prägen Brandts Formensprache
Marianne Brandt orientierte sich in ihren Metallentwürfen an geometrischen Grundformen wie Kreis, Kugel, Quadrat und Dreieck. Damit gewann sie Klarheit und Abstand zum dekorativen Ornament. Wie andere Produktgestalter am Bauhaus folgte sie der Devise „form follows function" und prüfte ihre Entwürfe auf Eignung für die Serienproduktion.
In der Materialwahl setzte Brandt für die späten 1920er Jahre auf neue Werkstoffe wie Opalglas, geschliffenes Aluminium und vernickeltes Messing. Neben dem Metallentwurf entwickelte sie am Bauhaus eine eigene Formensprache in der Fotografie und Fotocollage, die durch die Arbeit mit Moholy-Nagy angeregt wurde. Während ihrer Zeit am Bauhaus entwarf sie 28 Lampenmodelle und führte lichttechnische Experimente zur Optimierung der Serienleuchten durch.
Die Metallwerkstatt kooperierte mit Körting & Mathiesen und Schwintzer & Gräff
Ab 1926 initiierte Brandt die Zusammenarbeit der Metallwerkstatt mit der Berliner Beleuchtungsfirma Schwintzer & Gräff und mit dem Leipziger Hersteller Körting & Mathiesen, der unter dem Markennamen „Kandem" Leuchten produzierte. Bereits 1927 kamen die ersten Serienprodukte auf den Markt. Aus diesen Kooperationen entstanden Tisch-, Wand-, Steh- und Pendelleuchten für den industriellen Markt.
1926 ernannte man Brandt zur stellvertretenden Leiterin der Metallwerkstatt. Nach dem Weggang Moholy-Nagys war sie von 1928 bis 1929 kommissarische Leiterin. Damit war sie neben Gunta Stölzl die einzige Frau in einer verantwortlichen Position am Bauhaus. Nach ihrem Diplom arbeitete sie kurzzeitig im Architekturbüro von Walter Gropius in Berlin und übernahm anschließend bis 1932 die Leitung der Entwurfsabteilung der Metallwarenfabrik Ruppelwerk in Gotha.
Die Kugelleuchte DMB 26 wurde 1926 zum Bauhaus-Klassiker
Die Deckenleuchte DMB 26 entwarf Marianne Brandt 1926 in der Metallwerkstatt in Dessau. Der Aufbau setzt sich aus einer Opalglaskugel, drei kurzen Metallstangen und einer runden Deckenplatte zusammen. Die Glaskugel streut das Licht diffus in den Raum. Ursprünglich waren die Metallteile aus Aluminium gefertigt; heute wird die Leuchte mit vernickelter oder vermessingter Oberfläche produziert.
Aus der Bauhauszeit stammt auch das Tee-Extraktkännchen MT 49 aus dem Jahr 1924, das aus versilbertem Messing und Ebenholz gefertigt wurde. 1928 entwarf Brandt gemeinsam mit Hin Bredendieck die Kandem-Tischleuchte Nr. 756 für Körting & Mathiesen, die bis Ende der 1930er Jahre in Serie produziert wurde. Die HMB-Pendelleuchten der Baureihen 25, 27 und 29 entstanden ebenfalls in dieser Werkphase, die Gegengewichtsleuchte HMB 25 in Zusammenarbeit mit Hans Przyrembel.
Werke von Brandt gehören zu den Sammlungen führender Museen
Leuchten nach Brandts Entwürfen sind heute Teil der Sammlungen des Museum of Modern Art in New York, des British Museum in London und des Busch-Reisinger Museum an der Harvard University. Ihre Fotomontagen wurden 2005/2006 unter dem Titel „Tempo, Tempo! Bauhaus-Photomontagen von Marianne Brandt" in Berlin, Cambridge und New York gezeigt.
1998 gab die Deutsche Post den Briefmarkenblock „Design in Deutschland" heraus, in dem das Tee-Extraktkännchen MT 49 abgebildet ist. Seit dem Jahr 2000 schreibt der Chemnitzer Kunstverein „Villa Arte" den Marianne-Brandt-Wettbewerb im dreijährigen Turnus aus. In Chemnitz erinnern eine Straße, eine Oberschule und die Studienräume der Marianne-Brandt-Gesellschaft im ehemaligen Elternhaus an sie.
Bei Smartambiente führen wir die Bauhaus-Leuchten von Marianne Brandt
Bei Smartambiente in Wendelstein bei Nürnberg finden Sie 24 Bauhaus-Leuchten nach Entwürfen von Marianne Brandt. Alle Modelle stammen aus der Bauhaus-Kollektion von Tecnolumen und werden als Originalware gefertigt. Als offizieller Premium Partner von Tecnolumen liefern wir versandkostenfrei innerhalb Deutschlands.
Zum Sortiment gehört die Deckenleuchte DMB 26 mit Opalglaskugel in vier Kugelgrößen (25 bis 40 cm) und in vernickelter oder messingfarbener Ausführung. Ergänzt wird sie durch die Deckenleuchten DMB 30 und DMB 31 sowie die Pendelleuchten der Baureihen HMB 25, HMB 27 und HMB 29. Sie finden diese Modelle gebündelt in unserer Kategorie Tecnolumen Deckenleuchten und bei den Tecnolumen Pendelleuchten. Die Preise reichen von 295 Euro für die DMB 31 bis 1.549 Euro für die HMB 25/500 Pendelleuchte mit Rollenzug.
Zwei zeitgenössische Kollegen Brandts prägten das Bauhaus-Design ebenfalls: Wilhelm Wagenfeld entwarf die Bauhaus-Tischleuchte WG 24, die Sie in der Kategorie Tecnolumen Wagenfeld finden. Weitere Bauhaus-Klassiker aus dem Tecnolumen-Portfolio sind auf der Seite Tecnolumen Bauhaus zusammengestellt. Einen Überblick über weitere Gestalter aus unserem Sortiment bietet die Designer-Übersicht von Smartambiente.
Beratung zu Möbeln und Leuchten von Marianne Brandt
Fragen zu Original vs. Nachbau der Bauhaus-Leuchten, zur Verfügbarkeit einzelner Kugelgrößen der DMB 26 oder zu Ersatzteilen beantworten Ihnen Mehmet Sögütlü und das Smartambiente-Team persönlich. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 911 944 33103 oder per E-Mail unter info@smartambiente.de. Als offizieller Premium Partner von Tecnolumen garantieren wir Ihnen Originalware mit versandkostenfreier Lieferung innerhalb Deutschlands.
Häufige Fragen zu Marianne Brandt
Marianne Brandt (1893 bis 1983) war eine deutsche Designerin, Malerin, Bildhauerin und Fotografin. Sie studierte ab 1923 am Staatlichen Bauhaus in Weimar und war von 1928 bis 1929 kommissarische Leiterin der Metallwerkstatt am Bauhaus Dessau. Sie gehört zu den bekanntesten Bauhaus-Künstlerinnen im Bereich der Metallgestaltung.
Brandt orientierte sich in ihren Entwürfen an geometrischen Grundformen wie Kreis, Kugel, Quadrat und Dreieck. Ihre Arbeit folgte der Bauhaus-Devise „form follows function" und war auf die industrielle Serienproduktion ausgelegt. Für ihre Zeit neu waren Materialien wie Opalglas, geschliffenes Aluminium und vernickeltes Messing.
Zu ihren bekanntesten Bauhaus-Arbeiten zählen das Tee-Extraktkännchen MT 49 aus dem Jahr 1924, die Deckenleuchte DMB 26 mit Opalglaskugel von 1926 und die Kandem-Tischleuchte Nr. 756, die sie 1928 gemeinsam mit Hin Bredendieck für Körting & Mathiesen entwarf. Insgesamt entstanden am Bauhaus 28 Lampenmodelle nach ihren Entwürfen.
Bei Smartambiente finden Sie 24 Bauhaus-Leuchten nach Entwürfen von Marianne Brandt aus der Kollektion von Tecnolumen. Dazu gehören die Deckenleuchten DMB 26, DMB 30 und DMB 31 sowie die Pendelleuchten HMB 25 (mit Rollenzug, gemeinsam mit Hans Przyrembel), HMB 27 und HMB 29. Die Preise beginnen bei 295 Euro.
Die Leuchten werden von Tecnolumen mit Bauhaus-Zertifikat produziert und sind fortlaufend nummeriert. Smartambiente ist offizieller Premium Partner von Tecnolumen und liefert Originalware versandkostenfrei innerhalb Deutschlands.
Leuchten und Metallobjekte nach Entwürfen von Marianne Brandt gehören zu den Sammlungen des Museum of Modern Art in New York, des British Museum in London und des Busch-Reisinger Museum an der Harvard University. In Chemnitz zeigen die Studienräume der Marianne-Brandt-Gesellschaft eine Dauerausstellung zu ihrem Werk.
Brandt war eine der wenigen Frauen, die in der von Männern dominierten Metallwerkstatt des Bauhauses arbeiteten. Neben Gunta Stölzl war sie die einzige Frau in einer verantwortlichen Werkstattleitung. Ihre Leuchten für die Marken Kandem und Schwintzer & Gräff prägten die Beleuchtungsserie der späten 1920er Jahre und werden von Tecnolumen bis heute in unveränderter Form produziert.
